Praxissemester bei filmreflex


Moin,

ich bin Nele und freue mich dich kennenzulernen. Ich bin in den kommenden sieben Monaten die neue Praktikantin bei filmreflex und werde hin und wieder auf diesem Blog über meine Erfahrungen im Job/Team berichten.

Im ersten Semester bin ich durch das Modul „Aktive Medienarbeit“ an der Hochschule Fulda auf die Medienpädagogik gestoßen und habe festgestellt, sie meine Vorlieben für Medien, Technik und die Arbeit mit Menschen vereint.

Seitdem war für mich klar, dass ich mein Praxissemester gern in diesem Bereich absolvieren möchte. Durch einen Tipp von einem Dozenten bin ich auf filmreflex gestoßen und erhalte nun als Praktikantin einen praxisnahen Einblick in die Arbeit von Medienpädagog:innen. Mein Ziel ist herauszufinden, ob mir der Arbeitsbereich gefällt und ob ich mir potenziell vorstellen könnte, nach Abschluss meines Studiums als Medienpädagogin zu arbeiten.

Kurz zu mir: ich bin 100 % ein Nordlicht, liebe Retrotapeten, meinen gelben Sessel, in dem ich viel zu viel Zeit zum Schmökern verbringe und dabei guten Kaffee schnabuliere. Ansonsten mag ich tiefgründige Gespräche mit Freund:innen, spazieren gehen und in den kälteren Jahreszeiten greife ich gerne zu den Stricknadeln.

Ich bin von Geburt an hörbehindert und trage zwei Cochlea-Implantate (kurz: CIs – siehe Foto). Dabei handelt es sich um eine Hörprothese. Diese hilft mir dabei, dass ich euch hören kann. Wenn ich meine CIs nicht trage, bin ich taub und höre nichts. Das hat auch seine Vorteile, die ich nicht vermissen möchte: Baustellenlärm im Haus auf Knopfdruck ausschalten oder nachts entspannt können – beides kein Problem.

Meine Hörbehinderung stellt mich oft vor neuen Herausforderungen – insbesondere von kommunikativer Natur. Meine Hörbehinderung macht sich in einem Einzelgespräch in einer ruhigen Umgebung kaum bemerkbar. Hier komme ich mit dem Verstehen gut zurecht. Schwierig wird es, sobald Nebengeräusche und mehrere Gesprächspartner:innen ins Spiel kommen. Hierbei bin ich vor allen Dingen auf zusätzliche technische Hilfsmittel und einer guten Gesprächsdisziplin meiner Gesprächspartner:innen angewiesen. Ein technisches Hilfsmittel, das ich im Arbeitsalltag nutze, werde ich in einem weiteren Blogeintrag vorstellen.

Eine neue Herausforderung ist für mich deshalb auch das Praxissemester im Bereich der Medienpädagogik. Kommunikation spielt in diesem Feld eine sehr große Rolle: von Telefonaten mit Kund:innen, hin zu Absprachen mit den einzelnen Teammitgliedern und Durchführungen von Projekten mit großen Gruppen. Insofern ist das Praktikum für mich ein Experiment: Schaffe ich die Herausforderungen, die mich als hörbehinderte Person im Praktikum begegnen, zu bewältigen? Was kann ich tun, um Barrieren und Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen? Ist es in Ordnung, dass ich meine eigenen Bedürfnisse im Hinblick auf meine Hörbehinderung einfordere? Was können meine Arbeitskolleg:innen und ich tun, damit eine inklusive Arbeitsatmosphäre geschaffen werden kann?

Umgekehrt bin ich auch als Praktikantin mit Hörbehinderung ein Experiment für das Team von filmreflex und erhoffe mir, dass sowohl das Team als auch ich, die Herausforderung gemeinsam bewältigen und wir in sieben Monaten zurückblicken können: „Aller Anfang ist schwer, aber wir haben es geschafft!“.

Ihr erreicht mich im Verlaufe meines Praktikums per E-Mail unter praktikum(at)filmreflex[dot]de oder über unsere Festnetznummer im Büro. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und von Ihnen zu hören.

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