Wohngruppen


Wohngruppen

Medienpädagogik in Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe

Hintergrund:

Unter Mediatisierung wird das umfassende durchdringen und die Veränderung des Alltags durch die digitale Medien verstanden. Für junge Menschen ist das Internet und die digitalen Medien ein fester Bestandteil der Lebenswelt. Neun von zehn Jugendlichen besitzen ein Smartphone und fast die Hälfte aller jüngeren Kinder kommunizieren via Handy, insbesondere über Instant-Messenger wie Whats-App. Soziale Netzwerke und mobile Technologien verändern das Aufwachsen in der heutigen Gesellschaft und beeinflussen die Gestaltung von Kommunikation, Freizeit und sozialen Beziehungen.
Diese Entwicklung beeinflusst die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe in verschiedenen Lebenslagen und in Bezug auf die jugendliche Sozialisation. Als Folge der Mediatisierung ergeben sich neue Möglichkeiten und pädagogische Arbeitsmethoden für jugendliche Zielgruppe. Neben den daraus resultierenden Chancen stehen die impliziten Risiken: Privatsphärenverletzung, Datenmissbrauch, Cyberbullying, -mobing oder -grooming etc. bei der Nutzung von Social Media, Apps, Spielen und Co. Dies bedeutet für die Arbeit in außerschulischen Wohngruppen neue Herausforderung und Aufgaben. Die beiden im Folgenden beschriebenen Workshops setzen an den Chancen und Risiken der Mediatisierung an und sind zielgerichtet auf den Bedürfnissen und pädagogischen Ansätzen bzw. Aufgaben im Arbeitsfeld der Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe.

Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe stellen ein pädagogisches Arbeitsfeld dar, welches die dort arbeitenden Sozialpädagog*innen oder Erzieher*innen in besonderem Maße im Hinblick auf die Mediennutzung der Kinder und Jugendlichen fordert. „Wenngleich im Kinder- und Jugendhilfegesetz Medienerziehung und Medienbildung nicht explizit als Aufgabe und als Handlungsfeld genannt sind, so sind sie dennoch aus den allgemeinen Zielsetzungen des Gesetzes abzuleiten“ (Schäfer 2008, 179).

Die Mitarbeiter*innen der Einrichtungen sind mit diversen Problemfeldern rund um die Nutzung der digitalen Medien konfrontiert. Sie begleiten die Kinder und Jugendlichen über einen Großteil des Tages außerhalb der Schule und bearbeiten gemeinsam mit ihnen unterschiedlichste Entwicklungs-aufgaben. Die Mediennutzung der Kinder und Jugendlichen kann als Querschnittsaufgabe gesehen werden, der sich Kinder- und Jugendhilfe annehmen muss, um ihrem Auftrag nachzukommen, ihr Klientel in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern und dazu beizutragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen.

Zielgruppe

Das Projektangebot richtet sich an Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit deren Aufgaben die Begleitung und Unterstützung für Minderjährige und für Familien mit Hilfebedarf umfassen. Das hessische Kinder- und Jugendhilfegesetz (HKJGB) umschreibt die Aufgaben der Jugendhilfe folgendermaßen:

„Die Jugendhilfe soll darauf hinwirken, positive Entwicklungsbedingungen für junge Menschen und ihre Familien zu schaffen und zu erhalten“ (HKJGB § 1).

Die Einrichtungen, an die sich diese Projekte richtet, umfassen das Angebot von stationären, teilstationären und ambulanten Hilfen. Zielgruppe dieses Projekts sind:

Mitarbeiter*innen der Einrichtungen

Sozialpädagog*innen oder Erzieher*innen, die in ihrer täg-lichen Arbeit mit Problemstellungen rund um das Themenfeld Medienerziehung konfrontiert sind.

Adressaten der Kinder- und Jugendhilfe

  • Kinder unter 14 Jahre (im Hinblick auf das elterliche Sorgerecht gem. Art. 6 Abs. 2 GG und die Annahme als Kind auch unter 18 Jahre)
  • Jugendliche zwischen 14 und unter 18 Jahren alt

Interesse an einem Projekt?

Sie sind an einer Durchführung in Ihrer Wohngruppe interessiert? Dann lassen Sie uns doch Ihre Kontaktdaten zukommen.

Wir melden uns dann zeitnah bei Ihnen!

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