Jitsi als Konferenztool


Konferenztool für filmreflex

Seit dem Beginn der Ausgangs-/Kontaktbeschränkungen hat sich in unserem Team, im privaten Umfeld, sowie bei beruflichen Belangen das Konferenztool Jitsi mehrfach bewährt. Sowohl für die Teamsitzung mit den anderen flmrflxer*innen als auch für die private Kommunikation, kam diese OpenSource Lösung immer wieder zum Einsatz.
Mit Jitsi lassen sich ganz einfach Videokonferenzen mit bis zu 10 (manch eine*r spricht auch von 20) Teilnehmer*innen realisieren.

Aktuell werde ich von vielen Seiten gefragt, wie man als Sozialarbeiter*in oder Lehrer*in mit den Leuten zusammen arbeiten kann, so dass man so etwas wie „Face to Face“ Kommunikation aufrecht erhalten kann. Das geht vielen Menschen so, nicht nur im beruflichen Kontext, sondern auch für die privaten Beziehungen, die momentan ja auch sehr unter der Krise leiden.

An kommerziellen Playern hatten sich da recht zeitnah solche Lösungen wie Skype (Microsoft), Zoom oder Microsoft-Teams in Stellung gebracht.

Datenschutz

Was einem als datenschutz-affinen Medienpädagogen dabei aber doch übel aufstößt, sind die Berichte rund um diese Softwarepakete. Von Zoom ist erst vor kurzem ein Paket von mehreren Hunderttausend Login-Datensätzen im Darknet aufgetaucht. Dass Microsoft an einem großen Teil der privaten oder auch beruflichen Kommunikation Interesse hat, liegt wohl in der Denkstruktur dieser Konzerne. Also spricht aus meiner Sicht alles für eine Lösung, die solche Interessen nicht verfolgt. Zwar gibt es auch bei Jitsi auch den ein oder anderen negativen Aspekt [1] [2], aber insgesamt wird das Programm doch auch von anerkannten Experten, wie zum Beispiel Digitalcourage empfohlen.

Für Leute, die technisch etwas mehr begabt sind, als ich versierter sind und die einen eigenen Server haben, bietet sich die Möglichkeit an, Jitsi auf der eigenen Hardware laufen zu lassen. Damit hat man dann seine eigene Infrastruktur und einen Überblick darüber wie die Daten, die während einer Konferenz anfallen, verarbeitet werden.

Wir haben keinen eigenen Jitsi Server und nutzen den von unserem Hoster. Es gibt übrigens noch viel mehr Instanzen, die man nutzen kann. Eine Übersicht findet sich auf GitHub.

 

Anwendungsbeispiele

Beispiele, in denen wir Jitsi bis jetzt zum Einsatz gebracht haben:

  • Teamsitzung – Besprechung mit den flmrflxer*innen über anstehende Aufgaben, Corona, Projekte…
  • Als Besprechungsraum für Kleingruppen während der Online-Lehrveranstaltung im FB Sozialwesen an der Hochschule Fulda
  • Virtuelles WG-Treffen – Mit Leuten aus ganz Deutschland gemeinsam über die Studien-Zeit und die aktuelle Situation quatschen
  • Schlagzeugunterricht als Videokonferenz
  • Hoerabend mit musikliebhabenden Menschen zum Austausch über gute Musik

Wie funktionierts?

Für alle Interessierten, die sich das mal anschauen wollen, empfehle ich hier jetzt mal mein Tutorial, welches ich auf Youtube zur Verfügung gestellt habe.

Empfehlungsecke

Bei vielen Gelegenheiten werden wir nach Alternativen zu den meist proprietären und kommerziellen Angeboten im Smartphone-App Bereich oder Software im Allgemeinen gefragt. So auch hier beim Thema Konferenztool. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden eine Empfehlungsecke hier auf unserer Webseite anzulegen. Sie enthält eine Sammlung von datenschutzfreundlicher Software oder Internetseiten.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.