Soziale NetzwerkeWas macht Facebook & Co so interessant?
Im Kontakt mit Menschen zu sein/ bleiben, die weiter entfernt leben. Freundschaften zu erhalten. Eben nicht Ort- und Zeitgebunden zu kommunizieren. Eventuell ist Facebook so interessant, da die Möglichkeit der Selbstdarstellung/ Selbstinszenierung/ Identitätsbildung gegeben ist. Voyeurismus, in weiterer Begriffsdefinition, die Lust am Betrachten. Ersatz zum Tagebuch.
Wie kommuniziert man in sozialen Netzen?
Zunächst kann die Kommunikation innerhalb eines sozialen Netzwerks in öffentliche und private unterschieden werden. In der öffentlichen Variante kann mit all seinen Freunden kommuniziert werden. Das funktioniert über Beiträge (Statusmeldungen) die an Pinnwänden oder Profilen veröffentlicht werden. Eventuell kann das Veröffentlichen von Bildern, Videos und Links an den Pinnwänden und Profilen auch als Kommunikation gesehen werden. Die Kommunikation mit einer Person (oben privat genannt) geschieht vorwiegend mit Hilfe von Textnachrichten (ähnlich wie E-mails) oder auch in Echtzeit mit Chats, die in die Sozialen Netzwerke eingebunden sind. ( Im SchülerVZ heißt dieser dann Plauderkasten). Auch ist die Kommunikation über Videochat, wie Skype möglich. Video- u. Audiobotschaften können auch auf anderen Webseiten, wie Youtube veröffentlicht werden.
Welche Zielgruppen(Altersgruppen) sind vertreten?
Im Großen und Ganzen sind Menschen von jung bis alt, vom Schüler bis zum Rentner, vertreten. Jedoch findet sich die jüngere Generation, die mit den neuen Medien und Technik aufwächst, mehr angesprochen. Vergessen werden sollte nicht, dass es viele Nutzer, Institutionen gibt, die die sozialen Netzwerke als Werbeplattform oder zum Kommunizieren (Bsp.:transnationale Konferenzen) nutzen.
Wieso kommuniziert man über das Internet und redet nicht in der realen Welt?
Aspekte wie Schnelligkeit, der „Nebenbei-Affekt“, die Faszination der Technik, Bequemlichkeit oder die Tatsache das es die Struktur der sozialen Netzwerke erfordert/ erzwingt mit Freunden in Kontakt zu bleiben sind Gründe um Online zu kommunizieren. Ist ein Chatprogramm automatisch an, sieht man sofort wer noch bereit zum schreiben ist. Die Kommunikation im Internet ist nicht an Ort und Zeit gebunden.
Was passiert wenn man nicht daran teilnimmt?
Eine Folge davon könnte Ausgrenzung im Alltag sein, man ist nicht up to date..., man weiß nicht wo die Partys sind. Ein Informationsnachteil kann sich einstellen; denn es werden Einladungen verschickt: News, Klatsch und Tratsch werden ausgetauscht, Hausaufgabenergebnisse geteilt.
Welche Gefahren bestehen im Allgemeinen?
Als Haupt-Problematiken können angesehen werden:
Identitätsklau, Belästigung, Suchtgefahr, Cybermobbing, Datenklau, Manipulation
(Facebook steht regelmäßig für seine Datenschutzpraktiken in der Kritik. Besonders hervorzuheben ist hierbei ein Bericht der Stiftung Warentest der den Datenschutz zehn führender sozialer Netzwerke miteinander vergleicht. Facebook belegt hierin zusammen mit LinkedIn und Myspace die hintersten Plätze wegen „erheblicher Mängel“ beim Datenschutz)
Wie kann man die Jugendlichen/ Kinder über mögliche Gefahren aufklären?
Als Elternteil: Die Kinder und Jugendlichen nicht alleine lassen.
Das heißt, dass Informationsangebote für Kinder mit Eltern gestaltet werden. Jugendliche mit Hilfe von Medien informieren. Werbekampagnen, Flyer und Internetpräsenz. Wichtig sind hierbei natürlich wieder auch die "neuen Medien.
Wie kann man Kinder/Jugendliche vor Gefahren und Veröffentlichungen von ungewollten Bildern schützen?
Das ist nicht einfach zu lösen. Prinzipiell muss dafür ein Bewusstsein geschaffen werden, wie man mit Bildern von anderen umgehen darf. Das Recht am eigenen Bild stellt in der Auffassung von vielen Kindern zunächst kein schützenswertes Gut dar.
Kindern und Jugendlichen muss bewusst gemacht werden, was unvorteilhafte Bilder in Sozialen Netzwerken bewirken können. Die Funktionsweise von Sozialen Netzwerken haben einen verstärkenden Effekt auf solche Bilder.
Allgemeingültige Handlungsweisen, Werte und Normen müssen sich im Internet etablieren. Diesbezüglich muss ein Bewusstsein bei den Usern geschaffen werden. Nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen, auch Erwachsene haben hier noch Nachholbedarf.
Wer steckt hinter Facebook & Co?
Größte Anteilseigner sind Mark Zuckerberg (24 %), Chris R. Hughes (12 %), Peter Thiel (7 %), Digital Sky Technologies (6,9 %),[52] Dustin Moskovitz (6 %), Eduardo Saverin (5 %)[53] und Microsoft (1,6 %).
Im Januar 2011 wurde bekannt, dass Goldman Sachs 450 Millionen Dollar in Facebook investiert hat und Digital Sky Technologies weitere 50 Millionen. (Quelle: Wikipedia Stand 04.10.2011 - http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook#Eigent.C3.BCmerstruktur)
Wie finanziert sich ein Soziales Netzwerk?
Werbeeinnahmen. Auf den Seiten der Sozialen Netzwerke sind Werbeflächen integriert, die auf den Benutzer durch Angaben seiner Interessen zugeschnitten sind....
Einnahmen von Facebook im ersten Halbjahr 2011 = 1,1 Milliarden Euro (Quelle: heiße online, http://bit.ly/qLQgFH)
Natürlich finanziert sich Facebook auch über Investoren, wie Microsoft, Mail.ru, Goldman Sachs etc.
Welche Auswirkungen hat die Nutzung für den einzelnen User in der Zukunft?
Negativ:
Transparenz, Nutzer werden gläsern und hinterlassen Datenspuren, was aber zu relativieren ist, denn selbst eine Suche über Google hinterlässt Spuren. Daher stellt sich die Frage, wie kann man dem begegnen. Durch eine totale Nicht-Nutzung wohl kaum...
Positiv:
Zusammenrücken von Menschen, Informationsaustausch überall und jederzeit, bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, durch positives Auftreten (Selbstmarketing) in Sozialen Netzwerken.
Ist eine komplette Abmeldung möglich?
Ja, jedoch existieren unterschiedliche Formen, die in den AGBs der Sozialen Netzwerke nachzulesen sind.
Bei Facebook gibt es zwei Varianten: Facebookkonto deaktivieren und Facebookaccount löschen. Bei der ersten Variante wird das Konto sozusagen eingefroren, kann aber jederzeit wieder aktiviert werden kann. Account-Löschungen sollen eine Löschung (des Profils) garantieren. Bei SchülerVZ ist in der AGB zu lesen, dass Beiträge und Kommentare innerhalb des sozialen Netzwerks erhalten bleiben, wenn sie nicht vorher einzeln gelöscht wurden, aber nach der Abmeldung wird der Name des Autor gelöscht und somit nur der Kommentar mit einem Hinweis „Nutzer wurde gelöscht“ stehen bleibt.
Eine Löschung ist möglich, jedoch bleiben oftmals Spuren zurück.
Erwähnt werden sollte auch, dass Eltern von Minderjährigen mit Hilfe einer schriftlichen Mitteilung den Account ihrer Kinder löschen können, wenn sie nicht mit der Nutzung des Kindes einverstanden sind.
Besteht Suchtgefahr?
Ja, aber ähnlich der Computerspielabhängigkeit kann diese allerdings noch nicht diagnostiziert werden, da bislang keine eigenständigen Störungsbilder im ICD-10 oder DSM-IV existieren. Eine eventuell vorhandene Abhängigkeit kann dementsprechend auch nicht offiziell behandelt werden, weil Krankenkassen nicht für die Behandlung einer nicht existenten (zugelassenen) Krankheit zahlen.
Grundsätzlich sind für eine Abhängigkeitsentwicklung positive psychische Effekte notwendig, die sich durch körpereigene biochemische Veränderungen einstellen, durch die exzessive Durchführung einer bestimmten Verhaltensweise (z.B. Spielen / Mediennutzung) ausgelöst werden.
Spielen bzw. die Mediennutzung wird als besonders belohnend (stressreduzierend, stimmungsverbessernd) empfunden und der Betroffene lernt effektiv seine Gefühle zu regulieren.
Was sollte ich nicht unbedingt in einem Sozialen Netzwerk veröffentlichen?
Hierbei sollte man sich zunächst fragen, wozu ich etwas veröffentlichen möchte.
Natürlich verfolge ich mit der Anmeldung bei einer Social Community genau den Zweck, dass ich zu finden bin. Ich möchte ja andere Menschen kennen lernen und mit diesen kommunizieren. Dafür muss ich dann eben auch gewisse Details über mich preis geben. Dennoch sollte man sich immer die Frage stellen, ob die Information, die ich veröffentliche mir oder jemand anderem schaden kann.
Grundsätzlich kann man folgende Anhaltspunkte beachten:
* keine persönlichen Daten wie den kompletten Namen, Adresse, Telefonnummern oder Passwörter veröffentlichen
* keine Sachen veröffentlichen, die sich nachteilig auswirken können (Einsicht des Profils durch den Arbeitsgeber, etc.)
* sobald etwas im Internet gepostet wurde, kann man schnell die Kontrolle darüber verlieren: - Dritte könnten es kopieren, an andere schicken, es bearbeiten oder an anderen Stellen veröffentlichen
Wie kann ich verhindern dass meine Daten weitergegeben werden?
Wichtigste Regel: Wenn nicht unbedingt notwendig, personenbezogene Daten nicht angeben oder frei erfinden. Aber Achtung: Werden bei Geschäftsverträgen frei erfundene Daten angegeben, dann handelt es sich um Betrug.
* Nicht den eigenen Namen bei Neuanmeldungen nehmen (bspw. : facebook, hotmail)
* nie auf Spam E-Mails antworten
* AGBs lesen
* sichere und komplexe Passwörter verwenden
* Keine Passwörter weiter geben
* eigene Profile bei sozialen Netzwerken nur sehr begrenzt sichtbar machen und nur gezielte Personen Einsicht verschaffen lassen
* Optimierung Sicherheitseinstellungen
* vorsichtig bei allen Rechnern die von mehreren Personen genutzt werden, wie z.B. in der Schule oder im Internet-Café
* Ausloggen, wenn man den Rechner verlässt
Gibt es Cybermobbing?
Cyber-Mobbing ist das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen von Personen im Internet oder mit dem Handy – meist über einen längeren Zeitraum.
Durch E-Mail, Instant Messaging, in Chatrooms, in Diskussionsforen, in Sozialen Netzwerken, auf Foto- oder Videoplattformen, in Blogs und am Handy z.B. durch lästige Anrufe, SMS, Nachrichten auf der Mailbox, Handykamera etc.
Mobbing hat es immer schon gegeben. Zu den Besonderheiten von Cyber-Mobbing zählen allerdings:
* Inhalte verbreiten sich rasch, vor einem großen Publikum und sind oft nicht mehr zu entfernen.
* Cyber-Mobbing stellt einen "rund um die Uhr" Eingriff ins Leben der Betroffenen dar, die vor den eigenen vier Wänden nicht halt machen - es sei denn, man nutzt keine neuen Medien. Handy oder Internet nicht mehr zu nutzen ist für die meisten Betroffenen aber keine Option.
* Personen die andere online mobben agieren oft (scheinbar) anonym. Die Rollen Täter und Opfer sind nicht einfach zu trennen, Attacken können sich in in Form von Gegenattacken gegen einen wenden
Wie können sich Kinder gegen Cyber-Mobbing wehren?
* Bleib ruhuig
* Sperre die, die dich belästigen!
* Antworte nicht!
* Sichere Beweise!
* Rede darüber! Wenn du Probleme hast, wende dich an Erwachsene, denen du vertraust, zum Beispiel deine Eltern, eine/n Lehrer/in oder eine/n Jugendbetreuern/Jugendbetreuerin
* Melde Probleme!
* Unterstütze Opfer!
* Schütze deine Privatsphäre!
* Kenne deine Rechte!
* Vertraue dir!
(Quelle und weitere Informationen: http://www.saferinternet.at/themen/cyber-mobbing/) (Stand 04.10.2011)
Wie kann ich mein Kind unterstützen, wenn es im Internet belästigt wird?
Wenn Ihr Kind Opfer von Belästigungen im Internet geworden ist, sollten Sie Folgendes tun:
* Sprechen Sie mit Ihrem Kind
* Informieren
* Seien Sie sensibel für mögliche Verstörungen
* Reflektieren Sie gemeinsam
* Reagieren Sie nicht mit einem Handy- oder Internetverbot
* Versuchen Sie den Täter oder die Täterin zu identifizieren
* Kontaktieren Sie die Eltern des Täters oder der Täterin und/oder die Schule bzw. den Ausbildungsplatz.
(Quelle und weitere Informationen: http://www.saferinternet.at/themen/cyber-mobbing/) (Stand 04.10.2011)