Geocaching Art Project


GallusGeocaching ist schon seit einigen Jahren ein vorrangig privat gepflegtes Hobby von mir. Mich begeistern die Möglichkeiten der satellitengestützten Navigation und ich finde es spannend, immer wieder neue Ecken in scheinbar bekannten Gegenden zu entdecken. Oftmals habe ich Gebäude, Denkmäler oder auch historische Fakten erst über einen Geocache kennen gelernt oder mich im Nachgang der eigentlichen „Schnitzeljagd“ intensiver mit der Story hinter dem Cache beschäftigt. Ich bemerke eine Veränderung in meiner Betrachtungsweise und ich nehme meine Umwelt anders wahr. Ich weiss jetzt, das zum Beispiel bestimmte Häuser, an denen ich früher achtlos vorbei gelaufen bin, mit tollen Gemälden geschmückt sind. Ich kenne manche Eigenheit von diversen Naturdenkmälern. Wenn ich durch eine mir fremde Stadt oder Gegend laufe, werfe ich schon mal einen Blick in ein Astloch in einem alten Baum, ein loser Stein in einer Mauer wird untersucht oder ich stelle mir vor, wo man hier wohl einen Cache verstecken könnte.

Wenn man sich also auf einer anderen Ebene mit der eigenen Umwelt beschäftigt, so ändert sich (zumindest in meinem Fall) auch die subjektive Betrachtungsweise. Genau diesen Aspekt machen sich verschiedene Projektansätze zu nutze und kombinieren die Methode des Geocachings mit althergebrachten Elementen der klassischen Stadtteilerkundung.

Nun kündigte sich für mich als Medienpädagoge vor zwei Monaten ein spannendes Projekt an, welches einen dritten Aspekt mit einbezieht: Die Kunst!

In Kooperation mit der Jugenkulturwerkstatt Frankfurt bereite ich zur Zeit das Geocaching Art Project vor, welches hauptsächlich in der ersten Osterferienwoche stattfinden wird. Mit einer Art Geocaching App die vom Bundesverband der Schulfördervereine mit Geldern vom Bundesprogramm „Kultur macht stark“ – Bündnisse für Bildung entwickelt wurde, werden Routen zum Thema Kunst im öffentlichen Raum, Ateliers im Viertel, Graffitis und bisher unbekannte Orte der Kunst erkundet und mit eigenen künstlerischen Arbeiten ergänzt und vertieft.

Am Freitag, den 27.02. war Ortstermin in Frankfurt. Mitten Im Gallus begaben wir uns auf die Suche nach Orten der Kunst und überlegten, inwieweit diese dann gut in die zu erstellenden Routen (Missionen) eingebaut werden können. Die dabei entstandenen Fotos gibt es hier auch gleich mal zu sehen.

In der ersten Osterferienwoche finden nun ingesamt 4 Projekttage statt, an denen sich die teilnehmenden Jugendlichen durch die erstellten Missionen arbeiten und hoffentlich jede Menge Kunst für sich entdecken. Nachmittags geht es dann an eigene Exponate. So sollen Fundstücke, die auf dem Weg durchs Gallus gesammelt werden, zu kleinen Skulpturen, Gemälden oder Grafiken verarbeitet werden. Die erstellten Werke werden dann im Rahmen des Projektes Stadtlabor unterwegs des Historischen Museums Frankfurt ab dem 23. April in den ehemaligen Räumlichkeiten von BMW-Glöckler in der Kleyerstraße 1-7, 60326 Frankfurt am Main zu sehen sein.

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