Filmanalyse im Unterricht muss nicht langweilig sein…


Filmrolle_ParfümIn der Kopernikusschule in Freigericht machten wir einen eintägigen Workshop mit Schülern der 11. Klasse zum Thema Filmanalyse. Da dieser Schwerpunkt Teil des gymnasialen Lehrplans ist, wurde „Das Parfum“ von Tom Tykwer als Vorlage für die Auseinandersetzung mit Literatur und Film genommen.

Die Schüler beschäftigten sich sowohl praktisch als auch inhaltlich mit der Thematik und erhielten einen komplexen Einblick in die vielfältigen Gesichtspunkte unter dem man einen Film betrachten kann.

Die Schüler bewerteten den Tag mit verschiedenen Äußerungen:

„Mir war nicht klar, dass man einen Film so tiefgehend betrachten kann.“

„Zukünftig werde ich keinen Film mehr einfach nur anschauen können.“

„Ich fand es interessant, dass man einen Film so unterschiedlich bertachten kann, Licht, Ton, Schnitt und Montage. Das ist ganz schön aufwendig einen Film zu machen.“

Das ein Bild ganz anders erzählt als ein Text, aber doch eben auch ein Text in visueller Form ist, wurde an dieser Stelle sehr klar. Viele Schüler kannten vorallem den Roman von Patrik Süßkind und fanden den Film im Vergleich sehr oberflächlich. Nach der intensiven Auseinandersetzungen mit Film- und Literaturanfang, einer Szenenanalyse und der Exposition wandelte sich diese Ansicht. Ergänzt wurde der Workshop durch verschiedene Übungen und

„Ein Film ist schwer zu erklären, weil er leicht zu verstehen ist.“

(Filmsemiotiker Christian Metz zur Analyse des Films)

Zeitgleich fand eine 2-tägige Lehrerfortbildung zum Thema praktische Filmanalyse statt. Die zahlreich besuchte Fortbildung behandelte Grundlagen der Filmbetrachtung, Beispiele für den Unterrichtseinsatz, der filmische Code (wonach kann ich einen Film analysieren, kulturelle und politische Betrachtung und welcher persönliche Hintergrund spielt da hinein) und das Mis-en-Scène.

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