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Auf Vorträgen, Elternabenden oder Workshops stoßen wir immer wieder auf die Haltung: „Sagt uns mal, welche Gefahren sich hinter den neuen Medien verbergen. Wir möchten gern genau wissen, auf welche vielfältigen Arten mein Kind, meine Schüler oder allgemein die Jugendlichen sich da Gefahren aussetzen, die sie nicht absehen können.“

Natürlich erzählen wir den Teilnehmern etwas über die Risiken, die unbestritten da sind. Aber immer verweisen wir auf die positiven Ansätze, die wir erkennen. Ein Beispiel für so einen positiven Ansatz ist das Projekt wheelmap.org. Hierbei handelt es sich um ein Projekt der Sozialhelden.

Technisch ist die wheelmap ein Verzeichnis für rollstuhlgerechte und weniger bis nicht rollstuhlgerechte Orte. Jede/r BesucherIn und NutzerIn kann spielend leicht ihm bekannte Orte eintragen, verändern und finden – wie bei Wikipedia.

Mit den generierten Daten wird zum einen Orientierung bei der Suche nach rollstuhlgerechten Orten gegeben. Zum anderen werden „Ortsbesitzer“ motiviert, über “Barrierefreiheit” in ihren Räumlichkeiten nachzudenken und diese möglichst rollstuhlgerecht umzugestalten. Denn von wheelmap.org profitieren einerseits Rollstuhlfahrer, andererseits auch Menschen mit Rollatoren sowie Familien mit Kinderwagen.

Für die Stadt Fulda möchten wir gerne integrative Projekte mit jungen Menschen realisieren. Dabei sollen Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammen durch die Stadt fahren und barrierefreie Orte in Fulda finden und kartieren. Durch die gemeinsame Arbeit an der Karte, erhalten alle TeilnehmerInnen einen Überblick über die aktuelle Situation in Fulda. Auf Seiten der Kinder und Jugendlichen ohne Handicap wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, vor welchen Herausforderungen die TeilnehmerInnen mit Handicap jeden Tag stehen. Ihnen wird verdeutlicht, was unter dem Wort Handicap überhaupt verstanden werden kann. Gemeinsam werden die TeilnehmerInnen mit und ohne Handicap an der Bestandsaufnahme arbeiten, diese für viele andere Menschen öffentlich zugänglich machen und erfahren auf diesem Wege, wie es ist, sich sozial zu engagieren und etwas zu bewirken.
Neben dem sozialen Charakter des Projekts gibt es auch medienpädagogische Ziele. So wird den TeilnehmerInnen eine zielgerichtete Anwendung des Mediums Internet vermittelt. Ziel medienpädagogischen Handelns ist wie so oft die Medienkompetenz, die sich auch in diesem Projekt nicht nur auf die reine Vermittlung von Technikkompetenz beschränkt. So erhalten die TeilnehmerInnen alternative Lösungsansätze und Angebote für sogenannte „Location-based Services“ wie sie im Zuge der Digitalisierung ihrer Lebenswelt immer häufiger Anwendung finden.

Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem in Gründung befindlichen Verein „IGbFD – Interessengemeinschaft für ein barrierefreies Fulda“ und LogOut e.V. statt. Wir sind auf der Suche nach Sponsoren. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei uns.

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