Projektende am Euro Campus
Gestern hatten wir den letzten Projekttag am Euro Campus, morgens mit zwei 6. Klassen und direkt danach den Lehrerworkshop. Mit dem SchülerInnen-Projekt bin ich sehr zufrieden. Wir hatten in den ersten beiden Stunden zum Thema Soziale Netzwerke und Cybermobbing gearbeitet. Die Klasse war ausgesprochen aufmerksam und es entwickelte sich eine gute Diskussion. Anschließend wurde wieder mit Comic Life, die von den SchülernInnen entwickelte Geschichte umgesetzt. Ich fands klasse und es blieb auch noch genug Zeit für Reflektion und Muffin-Essen (eine Schülerin hatte Geburtstag).
Danach wurde es kurz etwas hektisch, der LehrerInnen Workshop war für 15.15 Uhr angesetzt und die SchülerInnen gingen um 14.50 aus der Klasse. Also das ganze Zeug gepackt und ab in den anderen Raum, Netzwerk zusammen gesteckt, Präsentation vorbereitet usw. Angedacht war es eigentlich mehr praktisch zu arbeiten, was beim Thema Soziale Netzwerke nicht ganz so einfach ist und schon gar nicht in China. Die Idee war eigentlich gemeinsam mit den TeilnehmernInnen die eigenen Profile bei Facebook anzuschauen, Privatsphäre Einstellungen anzupassen und zu erklären. Leider wurden aber schon vor Tagen unsere Facebook-Accounts gesperrt. Anne hat es ja auch schon geschrieben, trotz der Anstrengungen des Netzwerk-Admins der Schule, eines gesonderten Zugangs über einen UMTS-Stick (damit die Schule nicht gesperrt wird!) und der Nutzung eines Tunnels hat es irgendwie auch nicht funktioniert sich einen neuen Account anzulegen. Na ja, dann sind wir die Präsentation durchgegangen und es haben sich während dessen interessante Diskussionen mit den LehrerInnen ergeben. Es gab viel Raum um direkt auf ihre Fragen zu reagieren und eigentlich wollten wir auch ungefähr nach der Hälfte der Zeit einen praktische Teil einbauen, in dem per QR Code eine Schnitzeljagd oder ähnliches in der Schule stattfinden sollte. Die LehrerInnen hatten aber mehr Interesse noch über das Thema zu reden und so sind wir noch die Profileinstellungen per Clicksafe-Präsentation durchgegangen. Leider wurde die Zeit dann ziemlich knapp um noch intensiv auf das Thema Computerspiele einzugehen. Wir haben dann versucht die vorbereiteten Spiele zu starten, was leider nicht so einfach war, so lief Paintball zwar am Tag vorher wunderbar per LAN-Netzwerk, doch nun nicht mehr. Schade. So konnte nicht im Team gespielt werden und ich versuchte die Faszination von Shootern dann mündlich zu erklären. Da Youtube auch nicht läuft konnten wir auch keine passenden Videos zeigen, was wir eigentlich auch mit WoW machen wollten, da Rune of Magic auch nicht präsentierbar lief. So ist das wohl in China, in Schulen und irgendwie geschlossenen Systemen…..vielleicht hätten wir die Kids dran setzen sollen, die hätten das bestimmt irgendwie hingekriegt.
Die Zeit war dann eh vorbei und ich glaube wir konnten zumindest den LehrerInnen, die zum ersten Mal da waren noch ein paar Informationen und Denkanstöße mitgeben.
Nachdem wir dann kurz im Hotel waren sind wir los um was zu essen zu suchen. Mandy hat übrigens einen steifen Hals und fiel als Reiseführerin aus, so das wir auf uns alleine gestellt waren….in einer Straße entdeckten wir mehrere Garküchen, eher traditionell. Wir schauten uns um und wurden auch gleich auf chinesisch angesprochen, ob wir nicht was essen wollen. Ja, wollten wir ja auch und haben es auch getan. Für mich als Vegetarier ist das nicht immer ganz so einfach. Es gab aber eine große Auswahl an Spießen mit den verschiedensten Sachen (Pilze, Gemüse, Fleisch, Fisch, Tofu…) die dann in einem Topf gegart werden. Das war schon ein bisschen komisch…aber ich habs gegessen und es war ganz lecker und total billig. Also Essen ist hier echt günstig, wenn es nicht gerade ausländisches Essen ist…
So…noch ein paar Kleinigkeiten nacharbeiten und dann gehts ab in die Stadt! Und ja, mittlerweile habe ich zwei Nächte hintereinander geschlafen, ganz ohne Kräuter und Tees…;)


